Ein Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur) ist eine Durchtrennung der Achillessehne, die meistens durch eine Überbeanspruchung der Sehne bei einer sportlichen Belastung entsteht. Das Auftreten eines Risses ist mit einem charakteristischen Knall verbunden und trifft typischerweise Menschen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.

Achill wurde der griechischen Sage nach von seiner Mutter, der Göttin Thetis, in das Wasser des Styx getaucht. Diese Taufe im griechischen Fluss der Unterwelt sollte den Knaben unverwundbar machen. Hätte auch geklappt, wenn die Wöchnerin ihr Kind nicht an der Ferse festgehalten hätte. An dieser Stelle benetzte das Wasser des Styx des Ferse des Achills also nicht, und an dieser Stelle traf ihn später, als er zum schönsten und tapfersten Helden der Griechen herangewachsen war, vor den Toren der umkämpften Stadt Troja der Pfeil des Paris und verletzte ihn tödlich.

Diesem Mythos verdankt die stärkste Sehne des Menschen seinen Namen. Die Achillesferse als Schwachstelle des Menschen: Vor dem Hintergrund, dass in der Antike das Durchschneiden der Achillessehnen ein probates Mittel war, Sklaven oder Gefangene an der Flucht zu hindern, leuchtet diese Namensgebung ein.

Dabei ist die Achillessehne alles andere als schwach. Sie bildet das Endstück des dreiköpfigen Unterschenkelmuskels und verbindet diesen mit dem Fersenbein. Mit einer Länge von zehn bis zwölf Zentimetern ist sie besonders reißfest und 0,5 bis ein Zentimeter dick. So kann sie eine statische Zugbelastung von 500 kg/cm aushalten, bei dynamischer Belastung sogar bis zu 1.000 kg/cm. Umhüllt von ein Sehnenscheide kann sie fast reibungslos über den Knochen gleiten.

Die Achillessehne ermöglicht das kraftvolle Senken des Fußes im Sprunggelenk. Für das Laufen ist sie also unverzichtbar. Bei Sprüngen wird sie Belastungen ausgesetzt, die bis zum Neunfachen des Körpergewichtes betragen.

Quellen:
www.gesundheitspilot.de
www.m-ww.de
http://focus.msn.de

1. UrsachenBeim Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur) wird die Achillessehne durchtrennt, meistens auf Grund einer Überbeanspruchung der Sehne beim Sport.
2. DiagnoseEin erfahrener Sportarzt erkennt eine Achillessehnenruptur an der tastbaren Delle an der Haut über der Sehne und daran, dass der Verletzte unfähig ist, die Ferse vom Boden abzuheben, während er einbeinig auf dem verletzten Bein steht.
3. TherapieFrühzeitig behandelt, heilt eine gerissene Achillessehne fast immer und kann dann auch wieder vollständig belastet werden.