Im typischen Perthes-Alter zwischen vier und sieben Jahren zeigt sich klinisch meist nur ein unspezifisches Hinken. Schmerzen werden nur von drei Vierteln der Patienten angegeben, ein Viertel klagt hierbei ausschließlich über Knie- und oder Oberschenkelschmerzen.

Bei unklarem Hinken oder Hüftschmerzen sowie Knieschmerzen unklarer Ursache wird das Hüftgelenk untersucht. Ein typisches Zeichen für den Morbus Perthes ist hierbei das so genannte Vierer-Zeichen: Die Irritation des Hüftgelenkes führt zu einer Einschränkung der Abspreizung und Außendrehung. Diese Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit wird verursacht von einer Schwellung der Gelenkinnenhaut, von einem Gelenkerguss oder im Spätstadium vom so genannten Hinge-Abduction-Phänomen. Dieses äußert sich in einem gestörten Gelenkspiel und resultiert aus der Deformation des Hüftkopfes und dem gestörten Gelenkspiel.

Die Schmerzen im Hüftgelenk oder die eingeschränkte Hüftgelenksbeweglichkeit machen Blutuntersuchungen, eine Röntgenaufnahme sowie gegebenenfalls eine Ultraschall-Untersuchung der Hüfte erforderlich. Hierbei geht es vor allem darum, dass andere Erkrankungen, etwa eine eitrige Entzündung des Hüftgelenkes (Hüftgelenksempyem), eine bakterielle Entzündung des Knochens (Osteomyelitis) oder ein so genannter „Hüftschnupfen“ (Coxitis fugax) ausgeschlossen werden können. Beim dringenden Verdacht auf Morbus Perthes kann zusätzlich eine Magnetresonanztomographie (MRT) gemacht werden.

Die genannten Untersuchungen ermöglichen nicht nur die Diagnose, sondern zusätzlich die Einteilung der Krankheit in Verlaufsstadien und Schweregrade – nur so kann auch abgeschätzt werden, wie die Heilungschancen stehen und welchen weiteren Verlauf die Krankheit nehmen wird.

Eine Wiederholung der Röntgenuntersuchungen ist im Rahmen der Verlaufsbeurteilung erforderlich.

Besonders wichtig ist die Ausbreitung des Befalles im Hüftkopf: Mit Hilfe der Röntgenaufnahmen und der MRT-Untersuchung kann man feststellen, welcher Teil des Hüftkopfes befallen ist, und wie weit eine bestehende Nekrose fortgeschritten ist.

Der Befall des Hüftkopfes wird nach verschiedenen Klassifikationen festgelegt: Die wichtigsten Klassifikationen sind die Einteilungen nach Catterall und die Klassifikation nach Herring. Sie beschreiben, welche Anteile des Hüftkopfes befallen sind.

Zudem sind im Röntgenbild bestimmte Risikofaktoren („head-at-risk-Zeichen“) erkennbar: Hierzu gehören vor allem eine Auswärtsverschiebung (Subluxation) des Hüftkopfes aus der Pfanne heraus, ein Befall der Metaphyse (der unter der Wachstumszone gelegene Knochen) oder der Pfanne selbst sowie eine beginnende Verkalkung seitlich des Hüftkopfes.