Beim Morbus Dupuytren kommt es zu einer krankhaften Bindegewebswucherung in der Handinnenfläche - zunächst nur spürbar als Verhärtung, schließlich aber auch sichtbar: Der Finger steht immer mehr nach oben, lässt sich schließlich gar nicht mehr ausstrecken und verharrt in einer Beugestellung.

Es war der französische Mediziner Baron Guillaume Dupuytren, Leibarzt von König Ludwig XVIII., der im Jahr 1831 als Erster diese Erkrankung der Hand beschrieben und ihr seinen Namen gegeben hat. Beim Morbus Dupuytren verlieren die Finger ihre Fähigkeit, sich auszustrecken. Sie geraten zunehmend in eine Beugestellung, am Ende sind sie dauerhaft krallenförmig verkrümmt. Der in der Volksmedizin übliche Begriff „Beugesehnenverkrümmung" ist jedoch falsch: Die Finger verkrümmen sich nicht, weil die Beugesehnen kürzer werden, sondern weil sich das Bindegewebe rund um die Sehnen in der Hohlhand knotig und strangförmig verdickt. Dadurch können Funktion und Leistungsfähigkeit der Hand so weit beeinträchtigt sein, dass selbst einfachste Tätigkeiten wie das Halten einer Kaffeetasse nicht mehr möglich sind.

Vom Morbus Dupuytren besonders häufig in Mitleidenschaft gezogen sind die Hohlhand, der Ring- und der Kleinfinger. Die Erkrankung ist zwar kosmetisch und funktionell sehr störend, aber in ihrem Verlauf gutartig und meistens schmerzlos. Vorbeugen kann man ihr nicht.

1. UrsachenObwohl das Krankheitsbild schon lange bekannt ist, sind die Ursachen für seine Entstehung bis heute unklar.
2. DiagnoseDie Diagnostik ist des Morbus Dupuytren ist relativ einfach, meist geben schon die äußerliche Untersuchung sowie das einfache Betrachten und Betasten der Hand eindeutige Hinweise.
3. TherapieKonservative oder alternative Behandlungsversuche haben bei der Behandlung des Morbus Dupuytren bisher keine dauerhaften Erfolge gezeigt. Die einzige Therapie, die längerfristig wirkt, ist die Operation.
4. Post-OPWerden alle Regeln der Kunst sowohl bei der Operation als auch bei der Nachbehandlung eingehalten, bestehen gute Aussichten, dass die Beweglichkeit der Hand nach der Operation wiederhergestellt ist. Allerdings müssen sich die Patienten im Klaren darüber sein, sein, dass selbst die Operation keine sichere Heilung von der Erkrankung versprechen kann. Trotz aller medizinischen Sorgfalt kann es zu einem Wiederauftreten (Rezidiv) der Kontraktur kommen. Möglichkeiten zur Vorbeugung gibt es nicht.