Der Klumpfuß ist eine komplexe Fußfehlstellung, die aus fünf mehr oder weniger ausgeprägten Komponenten besteht: dem Spitzfuß; dem nach innen verbogenen Fuß; dem nach innen gedrehten Vorfuß; dem nach oben gehobenen inneren Fußrand; dem Hohlfuß.

Wahrscheinlich sind mehrere genetisch bedingte Faktoren für das Entstehen eines Klumpfußes verantwortlich. In Europa kommen ein bis zwei von 1.000 Säuglingen mit Klumpfüßen auf die Welt. Jedes zehnte Klumpfußkind hat mindestens ein Elternteil mit dieser Fußfehlstellung. In der Hälfte der Fälle treten Klumpfüße beidseitig auf.

Der Klumpfuß muss nicht unbedingt angeboren sein. Er kann auch in der Folge anderer Grunderkrankungen wie Spina bifida, infantiler Zerebralparese oder anderen seltenen Erkrankungen auftreten.

Da ein Klumpfuß bereits unmittelbar nach der Geburt deutlich sichtbar ist, ist die Diagnose relativ einfach. Je nachdem, wie stark die einzelnen Klumpfußkomponenten ausgeprägt sind, kann der Schweregrad der Fehlstellung bestimmt werden. Die Einteilung in Schweregrade ist deshalb sinnvoll, weil sie die Wahl der geeigneten Therapieform erleichtert und bei der Bewertung der Behandlungsergebnisse hilfreich ist.

Wenn ein Baby mit Klumpfuß geboren wird, muss es dringend dahingehend untersucht werden, ob es im Bereich der Wirbelsäule, des Beckens und der Kniegelenke noch weitere Fehlstellungen hat, damit eine neuromuskuläre Erkrankung ausgeschlossen werden kann.