Frauen, die an chronischer Polyarthritis leiden, verlieren mit dem Ausbruch ihrer Erkrankung nicht ihren Sinn für Ästhetik und ein schönes Äußeres. Dass sie unter den äußerlichen Erscheinungsformen der Erkrankung manchmal genauso leiden können wie an den körperlichen Beschwerden und den Einschränkungen im Alltag, lässt sich nicht von der Hand weisen.

Die Kölner Schmuckdesignerin Christina Weskott hat deshalb eine Rheuma-Ring-Kollektion entworfen. Ihre Ringe sind Orthesen, die Rheuma-Patienten mit Schwanenhals- und Knopfloch-Deformität, Abduktion des fünften Fingers, lateraler Instabilität des Finger-End- oder Mittelgelenkes, Heberden- oder Bouchard-Arthrose, Rhizarthrose, Schusterdaumen oder Ulnar-Deviation helfen. Diese Schienen wirken schmerzlindernd, halten die Gelenke in den korrigierten Positionen und bewahren die Grifffestigkeit. Sie sind darüber hinaus echte Hingucker: wirklich schöne Schmuckstücke aus Sterlingsilber, Gold oder vergoldetem Sterlingsilber - weil das erstens leichter ist als Vollgold, zweitens aber auch preiswerter. „Gerade Frauen im Berufsleben fühlen sich mit Kunststoff-Orthesen oftmals nicht sehr wohl", sagt die Künstlerin, die als Frau weiß, was andere Frauen wollen.

Christina Weskott fertigt alle Schienen für die individuelle Hand in ihrem Kölner Atelier sowie in Berlin, Karlsruhe und Hamburg. Um die medizinische und therapeutische Betreuung zu gewährleisten, sind bei den Anproben und Endabnahmen der glänzenden Orthesen immer Ergotherapeutinnen anwesend.

Vom ästhetischen Aspekt mal abgesehen, haben Weskotts Ringe noch ganz andere, überaus praktische Vorteile: Sie sind stabil, unzerbrechlich, und es gibt so gut wie keinen Verschleiß. Sie sind hitze- und formbeständig, gegenüber Haushaltschemikalien unempfindlich und hygienisch. Man kann damit sogar abwaschen. Die Designerin fertigt ihre Modelle außerdem so, dass die Weite verändert werden kann, wenn Finger oder Hand ab- oder anschwellen.

Zur Weskott-Kollektion gehören darüber hinaus auch einige Basis-Schienen-Modelle, die ebenfalls individuell angefertigt werden.

Ganz billig sind die Modelle von Christina Weskott nicht. Die Preise beginnen bei 250 Euro und gehen hoch bis auf 2500 Euro für große Handschienen. „Bei Fertigstellung der Schiene wird von mir in Zusammenarbeit mit den beteiligten Ergotherapeutinnen eine Empfehlung für die Krankenkasse zum Zwecke der Kostenübernahme bzw. Kostenbeteiligung überreicht“, erklärt die Schmuckdesignerin. Alle Schienen sind beim Deutschen Patentamt eingetragen und urheberrechtlich geschützt.

Sie können sich die Rheuma-Ring-Kollektion von Christina Weskott im Internet ansehen unter: www.rheuma-ringe.de (Telefon: 0 22 34 / 27 10 60)

bvo 03.04.2005